Verjährung

Der Anspruch eines Gläubigers gegen seinen Schuldner unterliegt nach Ablauf einer bestimmten Zeit, der so genannten Verjährungsfrist, der Verjährung: Der Schuldner hat von nun an das Recht, die Leistung zu verweigern. Die Verjährung führt also nicht automatisch zum Erlöschen des Anspruchs, sondern begründet lediglich ein Leistungsverweigerungsrecht, auf das sich der Schuldner ausdrücklich berufen muss, um zu erreichen, dass der immer noch gegen ihn bestehende Anspruch nicht mehr durchgesetzt werden kann.

Verjährungsfrist

Die Verjährungsfrist kommt sowohl im Privatrecht als auch im öffentlichen Recht wie der strafrechtlichen Verfolgung zur Geltung. So besteht für den Verpflichtenden das Recht, den Anspruch des Berechtigten nach einem gewissen Zeitablauf zu verweigern. Die Verjährungsfrist basiert auf den Gedanken des Rechtsfriedens. Die regelmäßige Verjährungsfrist ist in den §§ 194 BGB geregelt und beginnt mit dem Ablauf des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist. Nach aktuellem Recht beläuft sich diese auf drei Jahre. Vor der Zivilrechtsform (2002) betrug die Verjährung 30 Jahre.